HIKMICRO Lynx LE10 3.0 Wärmebild-Monokular

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Weites Sehfeld für Wald, Kirrung und Nachsuche

Das HIKMICRO Lynx LE10 3.0 ist ein kompaktes Wärmebild-Monokular für den Nahbereich. Es kombiniert einen 256 × 192-Sensor mit < 20 mK und ein 9,7-mm-Objektiv, das mit 31,7 m auf 100 m das weiteste Sehfeld der Lynx-3.0-Reihe bietet. Damit richtet es sich an Jäger, die im Wald, an der Kirrung, bei der Pirsch und bei der Nachsuche schnell große Bereiche absuchen wollen. Wer auf Feldern und Wiesen weiter schauen will, ist mit dem Lynx LE15 3.0 besser bedient.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Sensor VOx ungekühlt, 256 × 192 Pixel, 12 µm, NETD < 20 mK, 50 Hz
  • Objektiv 9,7 mm F1.0, fokusfrei, scharf ab 3,4 m
  • Sehfeld 18,0° × 13,6° beziehungsweise 31,7 × 23,8 m auf 100 m
  • Vergrößerung 1,4-fach optisch, digital bis 11,2-fach
  • Detektionsreichweite 500 m (Herstellerangabe)
  • Wechselbarer 18650-Akku: 6 h bei 25 °C, 5,5 h bei −20 °C (Hotspot an)
  • 64 GB Speicher, Foto und Video mit Ton, Dualband-WLAN, App HIKMICRO Sight
  • 291,5 g inklusive Akku, IP67, −30 °C bis +45 °C

Im Revier: Einsatz in der Praxis

Nachsuche und Kontrolle am Anschuss

Bei der Nachsuche zählt das Sehfeld mehr als die Reichweite. Mit rund 3 m Bildbreite auf 10 m behältst du Dickung und Grabenränder im Überblick. Da das Objektiv ab 3,4 m scharf zeichnet, siehst du auch ein Stück im Wundbett wenige Meter vor dir klar. Das Wärmebild kann die Nachsuche unterstützen, ersetzt aber weder den Hund noch die Arbeit auf der Fährte.

Ansitz an Kirrung und Suhle im Wald

Auf die kurzen Entfernungen, die an vielen Kirrungen üblich sind, bildet das LE10 eine Rotte vollständig ab, und du kannst zählen, wie viele Stücke kommen, ob Frischlinge dabei sind und wie sich die Rotte verhält.

Pirsch und Wege im Revier

Auf dem Weg zum Hochsitz zeigt dir das LE10, ob Wild in der Nähe steht, bevor du es vergrämst. Gräben, Zäune oder Weidevieh hinter einer Hecke erkennst du im Wärmebild nicht zuverlässig, deine Revierkenntnis bleibt die Grundlage.

Technik verständlich erklärt

Sensor und NETD

Der VOx-Sensor arbeitet mit 256 × 192 Pixeln bei 12 µm Pixelabstand. Die NETD von < 20 mK beschreibt, welche Temperaturunterschiede das Gerät noch trennen kann. Ein niedriger Wert hilft vor allem bei Regen, Nebel und nach warmen Tagen, wenn Boden und Wild ähnlich warm sind. Mit der HSIS-Shutterless-Bildverarbeitung bleibt das Bild seltener für eine Kalibrierung stehen; ein Shutter-Modul bleibt für Einschalten und große Temperatursprünge erhalten. Zoom Pro hat das LE10 im Unterschied zu den größeren Lynx-Modellen nicht.

Objektiv, Sehfeld und Pixel auf dem Ziel

Das 9,7-mm-Objektiv mit F1.0 ist fokusfrei, die Grundvergrößerung beträgt 1,4-fach. Rechnerisch deckt ein Sensorpixel auf 100 m rund 12 cm ab. Ein Stück mit 1 m Rumpflänge belegt auf 100 m also etwa 8 Pixel in der Breite, auf 200 m nur noch etwa 4. Das LE10 bleibt damit ein Gerät für kurze Distanzen. Die Detektionsreichweite von 500 m ist eine Herstellerangabe ohne genannte Zielgröße: Ab dieser Distanz taucht eine Wärmesignatur als Punkt auf. Sicher ansprechen kannst du nur auf einen Bruchteil davon, abhängig von Wetter, Vegetation und Temperaturkontrast.

Display und Okular

Das 0,39-Zoll-AMOLED-Display zeigt 1.024 × 768 Pixel. Den Dioptrienausgleich stellst du von −5 bis +3 dpt ein. Sechs Farbpaletten stehen zur Wahl: Black Hot, White Hot, Red Hot, Fusion, Red Mono und Green Mono.

Entfernung einschätzen

Einen Laser-Entfernungsmesser hat das LE10 nicht. Die integrierte Distanzschätzung arbeitet über die Höhe des Ziels im Bild und liefert damit nur Näherungswerte. Auf kurze Waldentfernungen genügt das oft, im offenen Feld ist ein Gerät mit Laser wie das Condor CQ35L 2.0 die genauere Wahl.

Akku, Speicher und App

Der wechselbare 18650-Akku hält nach Herstellerangabe 6 Stunden bei 25 °C und 5,5 Stunden bei −20 °C, jeweils mit eingeschaltetem Hotspot. Geladen wird per USB-C, auch an der Powerbank. 64 GB Speicher reichen für Fotos und Videos mit Ton, per WLAN mit 2,4 und 5 GHz überträgst du das Livebild in die App HIKMICRO Sight.

Die Lynx-3.0-Serie im Vergleich

Alle Lynx-3.0-Modelle haben 12-µm-Sensoren, 50 Hz, HSIS, Wechselakku, 64 GB und IP67; sie unterscheiden sich in Sensor, NETD und Brennweite.

Modell Sensor NETD Objektiv Sehfeld auf 100 m Detektion (Hersteller) Gewicht
Lynx LC06S (ältere Generation) 160 × 120 < 35 mK 6,2 mm F1.1 43,8 × 32,9 m 250 m 250 g
Lynx LE10 3.0 256 × 192 < 20 mK 9,7 mm F1.0 31,7 × 23,8 m 500 m 291,5 g
Lynx LE15 3.0 256 × 192 < 20 mK 15 mm F1.0 20,5 × 15,4 m 750 m 296,5 g
Lynx LH15 3.0 320 × 240 < 18 mK 15 mm F1.0 20,5 × 15,4 m 750 m 296,5 g
Lynx LH35 3.0 384 × 288 < 15 mK 35 mm F1.0 13,1 × 8,0 m 1.800 m 354,5 g
Weitere Lynx 3.0 Lynx LH19 3.0, Lynx LH25 3.0, Lynx LQ35 3.0 und Lynx LQ35L 3.0: technische Daten auf der jeweiligen Produktseite

Für wen eignet sich das HIKMICRO Lynx LE10 3.0?

Passt gut, wenn …

  • du überwiegend im Wald, an Kirrungen und in kleinen Revierteilen jagst,
  • du ein leichtes Gerät für die Nachsuche oder den Weg zum Ansitz suchst,
  • du ein möglichst weites Sehfeld willst und auf Fokussieren verzichten möchtest,
  • du in aktuelle Wärmebildtechnik mit Wechselakku und 64 GB einsteigen willst.

Eher ein anderes Modell, wenn …

  • du auf Feldern und Wiesen auf 150 m und mehr ansprechen willst: Dann passt das Lynx LE15 3.0 oder das Lynx LH35 3.0.
  • du mehr Bilddetails bei gleicher Größe suchst: Dann sieh dir das Lynx LH15 3.0 an.
  • du die Entfernung genau messen willst: Dann brauchst du ein Gerät mit Laser wie das Condor CQ35L 2.0.

Zubehör und Service bei John’s Firearms

In Gohrisch kannst du das HIKMICRO Lynx LE10 3.0 vor dem Kauf in die Hand nehmen und mit anderen Handgeräten vergleichen; wir beraten dich zu Sensor, Brennweite und Sehfeld für dein Revier, vereinbare einfach einen Termin. Bei uns berät dich ein aktiver Jagdhundeführer, wenn du ein Gerät für die Nachsuche suchst. Für Wärmebild an der Waffe findest du bei uns Wärmebild-Vorsatzgeräte, passende Adapter, den Montageservice und den Einschießservice. Eingeschossen wird auf einem Schießstand in unserer Nähe auf Distanzen bis 100 m.

Rechtlicher Hinweis

Das HIKMICRO Lynx LE10 3.0 ist ein Wärmebild-Handgerät zur Beobachtung ohne Montagevorrichtung für Schusswaffen. Es fällt damit nicht unter die Nachtsicht- und Nachtzielgeräte nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG und ist erlaubnisfrei erhältlich. Ein Einsatz als Zielhilfe ist nicht zulässig. Für Vorsatzgeräte gilt § 40 Abs. 3 WaffG: Inhaber eines gültigen Jagdscheins dürfen für jagdliche Zwecke damit umgehen, jagdrechtliche Beschränkungen bleiben unberührt. Unabhängig vom Gerät verbietet § 19 Abs. 1 Nr. 4 BJagdG, Schalenwild außer Schwarzwild sowie Federwild (mit einzelnen Ausnahmen) zur Nachtzeit zu erlegen. Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung; maßgeblich sind das Waffengesetz und das Jagdrecht deines Bundeslandes.

Technische Daten

Sensor VOx ungekühlt, 256 × 192 Pixel, 12 µm
NETD < 20 mK
Bildrate 50 Hz
Objektiv 9,7 mm, F1.0, fokusfrei
Naheinstellgrenze 3,4 m
Vergrößerung 1,4-fach optisch, bis 11,2-fach (8-fach digital)
Sehfeld 18,0° × 13,6° (31,7 × 23,8 m auf 100 m)
Detektionsreichweite 500 m (Herstellerangabe)
Display 0,39 Zoll AMOLED, 1.024 × 768 Pixel
Dioptrienausgleich −5 bis +3 dpt
Entfernungsmesser nein (Software-Distanzschätzung)
Akku 18650 Li-Ion, wechselbar; 6 h (25 °C) / 5,5 h (−20 °C), Hotspot an
Laden USB-C, 5 V / 2 A, Direktladen und externe Stromversorgung
Speicher 64 GB, Foto und Video mit Ton
WLAN / App Hotspot 2,4 / 5 GHz, HIKMICRO Sight
Schutzklasse IP67
Betriebstemperatur −30 °C bis +45 °C
Gewicht 291,5 g inkl. Akku
Maße 152,4 × 53,6 × 49,5 mm
Garantie 3 Jahre Gerät, 10 Jahre ungekühlter Sensor, 2 Jahre herausnehmbarer Akku; +180 Tage bei Registrierung im HIKMICRO-Account innerhalb von 30 Tagen nach Kauf (Herstellergarantie)

Lieferumfang

  • Lynx LE10 3.0
  • 18650-Akku(s) nach Herstellerangabe
  • USB-C-Kabel
  • Kurzanleitung

Häufige Fragen

Wie weit kann ich mit dem LE10 3.0 Wild erkennen?

HIKMICRO gibt 500 m Detektionsreichweite an, auf diese Distanz ist eine Wärmesignatur als Punkt sichtbar. Wildart und Stärke erkennst du deutlich näher, typisch auf Kirrungs- und Waldentfernungen.

LE10 3.0 oder LE15 3.0, was passt besser?

Beide nutzen denselben 256 × 192-Sensor mit < 20 mK. Das LE10 hat mit 31,7 m auf 100 m das deutlich weitere Sehfeld für Wald und Nachsuche, das Lynx LE15 3.0 vergrößert mit 2,2-fach stärker und reicht nach Herstellerangabe bis 750 m, besser für Feld und Wiese.

Eignet sich das LE10 3.0 für die Nachsuche?

Ja, das ist eine seiner Stärken. Das weite Sehfeld, die Schärfe ab 3,4 m und das geringe Gewicht passen zur Arbeit in der Dickung. Es unterstützt den Hundeführer, ersetzt aber nicht die Arbeit des Hundes auf der Fährte.

Muss ich beim LE10 3.0 scharfstellen?

Nein. Das Objektiv ist fokusfrei und ab 3,4 m scharf. Du nimmst das Gerät ans Auge und siehst sofort ein scharfes Bild.

Wie lange hält der Akku, auch bei Frost?

Nach Herstellerangabe 6 Stunden bei 25 °C und 5,5 Stunden bei −20 °C mit Hotspot. Der 18650-Akku ist wechselbar, ein geladener Ersatzakku in der Innentasche verlängert die Einsatzzeit.

Was unterscheidet das LE10 3.0 vom Lynx LC06S?

Das Lynx LC06S hat 160 × 120 Pixel bei 17 µm, < 35 mK, 8 GB Speicher und einen fest verbauten Akku. Das LE10 bietet mit 256 × 192 Pixeln bei 12 µm und < 20 mK deutlich mehr Bilddetail, dazu Wechselakku und 64 GB.

Kann ich mit dem HIKMICRO Lynx LE10 3.0 durch die Scheibe der Kanzel beobachten?

Nein. Fensterglas lässt die langwellige Wärmestrahlung, die der Sensor auswertet, praktisch nicht durch. Öffne das Fenster der Kanzel, bevor du beobachtest.

Darf ich das HIKMICRO Lynx LE10 3.0 ohne Erlaubnis kaufen und nutzen?

Ja, als Beobachtungsgerät ohne Montagevorrichtung für Schusswaffen ist es erlaubnisfrei. Als Zielhilfe darfst du es nicht einsetzen.

Unsicher, ob das HIKMICRO Lynx LE10 3.0 zu deinem Revier passt? Vereinbare eine Wärmebild-Beratung in Gohrisch. Weitere Modelle findest du bei den Wärmebild-Handgeräten und den Wärmebild-Ferngläsern. Technische Angaben nach Herstellerangaben von HIKMICRO, Stand November 2026. Änderungen durch den Hersteller vorbehalten.